Die Anfangsperioden der Freimaurerei in Finnland

Die Freimaurerei kam zum ersten Mal nach Finnland im Jahr 1758, als die Heilige Johannisloge S:t Augustin, die ein paar Jahre früher in Stockholm gegründet war, ihre Tätigkeit in Turku begann.

Die Tätigkeit wurde bis zum Jahr 1813 fortgesetzt, wo die Logenarbeiten unterbrochen wurden, als die Verbindungen mit den schwedischen Freimaurern schwacher wurden. Die Geheimbünde - daneben auch die Freimaurerlogen - wurden von Zar Alexander I in Russland 1822 verboten.

Anfang der 20er Jahre überlegten einige Amerikaner finnischer Herkunft, Möglichkeiten die Freimaurerei ins selbstständigen Finnland wiedereinzuführen. Als Ergebnis wurde die erste Sitzung der Loge Suomi 1 schon am 18. August 1922 in Helsinki abgehalten. Im nächsten Jahr wurden die Logen in Tampere und Turku gegründet.

Die finnischen Logen arbeiteten unter der Grossloge von New York in den ersten Zeiten. Von Anfang an war man jedoch davon ausgegangen, dass die finnische Freimaurerei selbstständig sein sollte. Die selbstständige Grossloge von Finnland wurde im Jahr 1924 gegründet.

Der Winterkrieg unterbrach die Tätigkeit der Logen im Frühjahr 1940. Unter dem Fortsetzungskrieg fasste die Grossloge aus eigener Initiative den Entschluss, ihre Tätigkeit 1941 zu unterbrechen. Der grösste Teil der Mitglieder war mit der Landesverteidigung beauftragt.

Die Tätigkeit wurde nach dem Ende des Krieges im Januar 1945 fortgesetzt. Heutzutage (2005) gibt es 152 Logen mit etwa 6100 Mitgliedern.