Der Ursprung und die Entwicklungsphasen
Die Kirchenbauer bildeten ihrem eigenen Beruf gemäss sogenannte Gilden im Mittelalter.
Mit dem Übergang auf die Neuzeit begann die Anzahl der Erbauer von Schlossern, Klöstern und Kathedralen abzunehmen. Anstatt der eigentlichen Baugilden entstanden Maurergemeinschaften oder freie Maurer, die von Leuten ausserhalb der Zünfte gegründet waren. Sie versammelten sich in ihren eigenen Räumen, die Logen genannt wurden.
Für den Anfang der heutigen Freimaurerei halt man das Jahr 1717, als einige englische Freimaurerlogen die Grossloge von London als Zentralorganisation gründeten und eine gemeinsame Tätigkeitslinie annahmen.
Schon in den eigentlichen Baugilden hatte man bei der Berufsbildung Aufmerksamkeit auch auf die geistige Erziehung der Mitglieder gerichtet. Die alten Traditionen wurden in den freimaurerischen Ausdrücken erhalten, die eine symbolische Bedeutung bekamen.
Die vom Mittelalter herstammende freimaurerische Idee erweiterte sich mit Soldaten, Kaufleuten, Seefahrern und anderen freien Männern in verschiedene Teile der Welt im 18. Jahrhundert.